Einsatzstatistik 2010

Einsatzzeit von 03.07.2010 10:42
bis 03.07.2010 13:00
Zeit 2:18
Einsatz Chlorgasunfall Schwimmbad
Art Gefahrgut
Ort Schwimmbad Oberthal
Beteiligte Züge Zug 1Zug 2Zug 3
Beteiligte Fahrzeuge ELW 2GW-THHLFKdoWLFMTW 1-18MTW 2-18MZFStLF 2-48StLF 3-48
Pressetexte

Freibad bleibt nach Chlorgasalarm geschlossen

 

Nach einem Chlorgasalarm bleibt das Freibad in Oberthal im Saarland weiter geschlossen.

Das Bad werde erst wieder geöffnet, wenn die genaue Ursache des Gasaustritts geklärt sei, teilte die Gemeinde am Montag auf ihrer Internetseite mit. In einem Service-Raum waren am Samstag geringe Mengen Chlorgas ausgetreten, 80 Gäste hatten daraufhin das Bad verlassen müssen. Ein Bademeister hatte über Reizung der Atemwege geklagt und war ins Krankenhaus gekommen, drei Badegäste waren vor Ort vom Deutschen Roten Kreuz behandelt worden, berichtete ein Polizeisprecher. dpa

Bericht aus Saarbrücker Zeitung vom 05.07.2010

  

 

Chlorgasalarm: Freibad Oberthal wird geräumt

 

Bis zur Klärung der Ursache bleibt das Bad geschlossen.

Von SZ-RedakteurVolker Fuchs

Oberthal. Samstagmorgen, kurz vor halb elf Uhr: Die 80 Gäste freuen sich auf einen sonnigen und erfrischenden Tag im Oberthaler Freibad. Da geht der Chlorgasalarm los. Gefahr droht.

Der Bademeister reagiert sofort, bringt die Besucher im hinteren Bereich des Bades in Höhe des Beachvolleyballfeldes in Sicherheit. Weit weg vom Betriebsgebäude mit der Chlorgasanlage. Feuerwehr, DRK und Polizei werden alarmiert und rücken schnell aus.

Die Feuerwehr bringt die Gäste, darunter eine ganze Schulklasse aus dem Schullandheim Oberthal, über den hinteren Notausgang in die Bliestalhalle in Sicherheit. Derweil besprühen Einsatzkräfte der Wehr das Betriebsgebäude aus zwei Wasserwerfern mit Wasser. Das Wasser soll das Chlorgas binden und niederschlagen.

Der Löschbezirk Oberthal ist Teil des Gefahrenschutzzuges im Landkreis. Die Experten der Wehr messen in Schutzanzügen den Chlorgasgehalt im Freien rund um das Betriebsgebäude und in dem Raum, in dem die Gasflaschen stehen. Ob drinnen oder draußen, die Messwerte liegen nach Informationen des Gemeindewehrführers und Einsatzleiters vor Ort, Stefan Müller, deutlich unter den Grenzwerten. Nach seiner Ansicht kann nicht viel Chlorgas ausgetreten sein.

Die Wehrleute stellen die Anlage ab, drehen die Gasflaschen zu und bringen sie nach draußen. Dort werden sie auf Dichtigkeit geprüft. „Die Flaschen waren dicht“, so Müller gegenüber der SZ. Die Feuerwehr ist laut Müller mit 43 Einsatzkräften aus allen drei Löschbezirken im Einsatz.
Derweil betreuen etwa 15 Helfer aus verschiedenen Vereinen des Roten Kreuzes die Badegäste, vor allem die Schüler. Sie sorgen auch für den Rücktransport der Schüler ins Schullandheim.

Der Bademeister wird zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Das bestätigt die Polizei St. Wendel. Drei Badegästen hätten über Haut- und Augenreizungen geklagt.

Nach Informationen der Polizei hatte der Bademeister kurz vor dem Alarm einen Druckabfall in der Chlorgasanlage festgestellt. Beim Überprüfen der Anlage habe er Chlorgas gerochen. Vor Ort waren auch Fachkräfte des Landesamtes für Umweltschutz und des Gesundheitsamtes.

„Solange wir nicht wissen, was zu dem Chlorgasalarm geführt hat, bleibt das Bad geschlossen“, unterstrich gestern der Oberthaler Bürgermeister Stephan Rausch gegenüber der SZ: „Die Sicherheit der Menschen hat Vorrang.“ Am heutigen Montag sollen Experten die Ursache ermitteln. Man werde sich bemühen, das Bad so schnell wie möglich wieder zu öffnen.
Das Freibad Oberthal ist mehr als 50 Jahre alt. Gutachter bestätigen, dass es grundlegend saniert werden müsste. Diese Sanierung würde die Gemeinde aber 2,9 Millionen Euro kosten.

 

Bericht aus Saarbrücker Zeitung vom 05.07.2010

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