1975 - 1999

1975

(Gronig) Auch in Gronig hat die Wehr in den siebziger Jahren zahlreiche Einsätze. In der Nacht vom 6. zum 7. Oktober 1975 gerät der Dachstuhl des Hauses Stutz in der Humweilerstraße in Brand. Trotz der Anstrengungen der Feuerwehr entsteht an dem Gebäude ein großer Schaden.

 

1976

(Oberthal) Die personelle Situation ist zur Zeit durchaus zufriedenstellend. Immerhin verfügt die Freiwillige Feuerwehr Oberthal über 32 aktive Wehrmänner, 8 Männer der Altersabteilung und 20 Jugendfeuerwehrleute.

 

1977

(Gronig) Erwähnenswert ist auch noch ein Brand am Kirmesmontag 1977. Auf einer Fläche von 1000 qm steht ein Waldstück am Heiligenwäldchen in Flammen, das von den eingesetzten Wehrleuten zuerst mit Feuerpatschen, danach mit Wasser aus einer etwa 200 m entfernten Zisterne bekämpft wird. Hierbei bewähren sich vor allem die neuen Schlauchtrommeln. Sie waren 1975, zusammen mit dem Anhänger, in eigener Regie umgebaut worden.

 

4. Juli 1977

(Oberthal) Der mittlerweile beschlossene Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses schreitet zügig voran, so dass bereits nach einjähriger Bauzeit am 4. Juli 1977 die Übergabe erfolgen kann. Land, Kreis und Gemeinde haben 260.000 Mark aufgebracht. Mit 267 Quadratmetern und 1100 Kubikmeter umbautem Raum stehen eine Fahrzeughalle für 3 Löschfahrzeuge, eine Werkstatt, ein Unterstellraum sowie Schulungssaal, Kleiderkammer, Küche und sanitäre Einrichtungen zur Verfügung. Prunkstück des neuen Hauses ist u. a. eine moderne, hochleistungsfähige Rettungsschere und Spreizer. Einsatzschwerpunkte sind in diesem Jahr zwei Flächenbrände sowie ein großer Waldbrand bei Bliesen, dem ca. 10 Hektar Wald zum Opfer fallen. 1977 gibt es den ersten erfolgreichen "Tag der offenen Tür".

 

1978

(Oberthal) Auch 1978 kommt es zu größeren Einsätzen, so beispielsweise am 08.04.1978 beim Waldbrand am Scheuerberg und am 18.08.1978 beim Flugzeugabsturz in Osenbach.

 

17. Juni 1979

(Oberthal) Zu einem Großeinsatz der Oberthaler Wehr kommt es dann am 17. Juni 1979 beim Brand der Diskothek" Hazjenda".

1980

(Oberthal) Eine besondere Herausforderung stellt die erfolgreiche Schadensbegrenzung beim August-Hochwasser des Jahres 1980 dar.

 

1981

(Gronig) Die Gefahren, die von einem Feuer in geschlossenen Räumen ausgehen, zeigen sich am 26. Februar 1981 bei einem Zimmerbrand im Hause Wilhelm in der Straße "Am Flürchen". Den Feuerwehrleuten ist es nur mit schwerem Atemschutz möglich, zum Brandherd vorzudringen und den Schwelbrand mit Pulver?Trockenlöschern zu bekämpfen.

 

1982

(Oberthal) Ein neues Löschfahrzeug TLF 16/25 überreicht in einer Feierstunde Bürgermeister Gilbert Korzilius an die Feuerwehr des Löschbezirks Oberthal. Bei gleicher Gelegenheit erfolgt die Einweihung des Erweiterungsbaues des Feuerwehrgerätehauses in Oberthal. Insgesamt verfügt die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Oberthal über drei Tragkraftspritzenfahrzeuge, ein Löschgruppenfahrzeug LF 8, einen Gerätewagen sowie einen Schlauchwagen. Das neu beschaffene Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 wird in dem inzwischen erweiterten Feuerwehrgerätehaus des Löschbezirks Oberthal, der Stützpunktwehr der Gemeinde, stationiert. Das vorhandene Lösch-gruppenfahrzeug LF 8 ist 21 Jahre alt und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

 

1983

(Gronig) Ihre ständige Einsatzbereitschaft beweist die Wehr dann wieder, als sie am 4. Dezember 1983 gegen 18.30 Uhr zum Einsatz gerufen wird. Nach dem Eintreffen am Einsatzort wird den 14 erstaunten Wehrmännern unseres Löschbezirkes mitgeteilt, dass sie einen vermissten Heizluftballon suchen sollen. Nachdem Mitglieder aller 4 Löschbezirke der Gemeinde 1 Stunde vergeblich gesucht hatten, kann die Suche abgebrochen werden, da sich der Luftschiffer mittlerweile gemeldet hat. Auch sei hier nochmals erwähnt, dass die Feuerwehr sich aktiv am Leben in der Gemeinde beteiligt, sei es durch die Mithilfe bei zahlreichen Veranstaltungen, durch die Stellung von Brandwachen oder wie am 29. Mai 1983 geschehen, durch das Aufstellen eines Wegekreuzes am Feldwirtschaftsweg nach Theley, Gemarkung "Wachsgut".

(Oberthal) Die Jugendwehr Oberthal übernimmt am 27.08.1983 die jährliche Pflege des Ehrenmales auf dem Scheuerberg.

(Gronig) Am 27. April 1984 wird die Wehr zu einem Waldbrand auf dem Momberg gerufen. Ein Feuer hat sich auf einer Fläche von ca. 1,5 ha ausgebreitet. Zur Unterstützung werden sofort Tank-löschfahrzeuge aus Oberthal, Selbach und Nohfelden angefordert. Obwohl der Brand sorgfältig abgelöscht wird, flammt er am nächsten Tag erneut auf und die Wehr muss wieder auf den Momberg. Zur Brandbekämpfung wird die Wehr zum Wasserkraftwerk am Feldwirtschaftsweg gerufen, wo bei Arbeiten die Bitumen-verkleidung in Brand geraten sind.

 

1987

(Gronig-Oberthal) Zum größten Löscheinsatz der vergangenen Jahre muss am 25. Mai 1987 die Feuerwehren ausrücken. Schaden von mehreren hunderttausend Mark entsteht bei dem Brand am landwirtschaftlichen Anwesen Gebel in Oberthal. Kurz vor sieben Uhr entdecken die Hausbewohner das Feuer in der Scheune und schlagen Alarm. Große Gefahr besteht für das zweistöckige Wohnhaus, das nur durch eine Brandmauer von der Scheune getrennt ist. Dem gezielten Einsatz der Wehren aus Oberthal und Gronig ist es zu verdanken, dass das Wohnhaus kaum beschädigt wird, auch wenn das Dach erneuert werden muss. Um ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohngebäude zu verhindern, werden Einheiten der Feuerwehr St. Wendel zur Unterstützung gerufen. Nach der Bekämpfung des Feuers sind die eingesetzten Wehrmänner noch bis in die Abendstunden mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Mit dem Ehrenkreuz des deutschen Feuerwehrverbandes in Gold wird Paul Scheid als Löschbezirksführer geehrt.

 

17.12.1988

(Gronig) Gründung der Jugendfeuerwehr Gronig

 

1989

(Oberthal) In Dienststellung eines Umweltfahrzeuges GW-G1. In der Folgezeit werden qualifizierte Lehrgänge und Weiterbildungen durchgeführt.

1990

(Oberthal) Sturmschäden durch die Orkane "Vivian" am 03.02.1990 und den noch stärkeren Orkan "Wiebke" am 28.02.1990

 

01.05.1991

(Oberthal) Mit Sigrid Morsch hat Oberthal die erste und einzige Bürgermeisterin und "Feuerwehr-Chefin" im Saarland.

 

1992

(Gronig) Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze Nach 36 Jahren wird die alte TS ausgemustert, eine Reparatur wäre unwirtschaftlich.

 

1993

(Gronig-Oberthal) Neue Ausrüstung gibt es für die Oberthaler Feuerwehr. Parallel zur Stillegung der Luftschutzsirenen wird das System der "stillen Alarmierung" mit 40 Funk-Meldeempfänger ausgestattet.

Großeinsatz mit mehr als 70 Feuerwehrleute aus der Groß-gemeinde Oberthal an dem bäuerlichen Anwesen Gebel

 

1995

(Oberthal-Gronig) Durch die Fusion des LBZ Oberthal und LBZ Gronig am 07. Juli 1995 entsteht der LBZ Oberthal-Gronig und somit auch die Jugendwehr Oberthal-Gronig. Zum ersten Lösch-bezirksführer des Löschbezirkes Oberthal-Gronig wird Hans-Josef Schön gewählt. Zum stellvertretenden Löschbezirksführer wird Dirk Schu von der Versammlung gewählt. Am Tag danach beginnt man mit den Arbeiten zum neuen Feuerwehrgerätehaus durch Fällen der auf dem Grundstück stehenden Bäume.

 

06.06.1996

Einweihung (Oberthal-Gronig) Der Löschbezirk der Freiwilligen Feuerwehr Oberthal-Gronig hat ein neues Zuhause. Unter reger Beteiligung der Bevölkerung wird das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Nachdem die Baustelle über Monate für viele Feuerwehrleute eine "zweite Heimat" gewesen sei, so Löschbezirksführer Hans Josef Schön, sei man jetzt, froh, einziehen zu können. Die Einweihung nutzt Schön, um energisch gegen "Biertischargumente" vorzugehen. Das neue Haus sei, so Schön in seiner Erwiderung, kein neues Spielzeug für die Feuerwehr, sondern eine wichtige Voraussetzung für die Hilfe im Notfall.

Auf rund 7500 Stunden beziffert der Oberthaler Ortsvorsteher Hermann Scharf die Eigenleistung der Feuerwehrleute an dem neuen Haus und zollt dafür Lob und Anerkennung. Landrat Franz Josef Schumann lobt den freiwilligen Zusammen-schluss der Löschbezirke Oberthal und Gronig als "vorbildlich", besonders weil er ohne politischen Druck möglich gemacht worden sei. Pfarrer Klaus-Peter Kohler segnet das neue Feuerwehrgerätehaus ein. Das neue Haus verfügt über sieben Fahrzeugboxen in einer gemeinsamen Halle. Außerdem ist es mit einer computerunter-stützten Einsatzzentrale ausgestattet. Optimale Voraussetzungen bestehen auch für die Jugendarbeit, für die ein gesonderter Raum mit Werkbänken und Werkzeug zur Verfügung steht. Der Schulungs- und Gemeinschaftsraum im Obergeschoss bietet Platz für über 150 Personen. Mit der Einweihung feiert die Feuerwehr auch einen "Tag der offenen Tür".

 

25.09.1996

Gasleitung leck Durch Alarmierung wird die Polizei und Freiwillige Feuerwehr zum Einsatz in die Schloßstraße in Oberthal gerufen, wo bei Erdarbeiten durch einen Bagger die Gasleitung beschädigt wurde. Die Anwohner werden durch die Polizei gewarnt und gebeten, ihre Häuser zu verlassen.. Die Feuerwehr dichtet notdürftig die Leitung ab, damit kein Gas mehr austreten kann. Die ordnungsgemäße Abdichtung der Bruchstelle und die Reparatur der Leitung ist anschließend die Aufgabe der Südwestgas. Es folgen in diesem Jahr noch zwei Einsätze mit defekten Gasleitungen in der Poststraße und in der Brühlstraße.

 

1997

Groniger Jugendtreff vorerst dicht Durch einen Schwelbrand wird im Jugendzentrum Gronig die Zwischendecke zerstört. Wegen Einsturzgefahr ist das ehemalige Schulgebäude aus dem Jahre 1929 durch die UBA vorerst gesperrt.

 

1998

Am "Tag der offenen Tür" (11.06.1998) des Löschbezirkes Oberthal-Gronig feiert die Jugendfeuerwehr Oberthal-Gronig ihr 25jähriges Bestehen.